HTAN ist einer der führenden Hersteller von industriellen Scharnieren, Griffen und Verschlüssen in China.

In der industriellen Hardwaretechnik, Scharnierstifte sind die kritischen Rotationsachsen, die gleichzeitig mechanischer Scherung, abrasivem Verschleiß und Oxidation durch Umwelteinflüsse standhalten müssen. Wird nicht das richtige Material gewählt, führt dies häufig zu "versteckter Korrosion" im Scharnierzylinder, was zu festsitzenden Mechanismen, strukturellem Durchhängen der Tür oder katastrophalem Versagen der Komponenten im Einsatz führt.
Technische Definitionen und Anwendungsbereich
AISI 304 Edelstahl
AISI 304 ist ein austenitisch rostfreier Stahl definiert durch ASTM A240. Es enthält ein Minimum von 18% Chrom und 8% Nickel. Diese Zusammensetzung erleichtert die Bildung einer selbstheilenden Chromoxidschicht, weshalb 304 häufig für korrosionsgefährdete industrielle Scharnieranwendungen spezifiziert wird.
Industrieller Scharnierstift
Der Scharnierstift ist der zentrale Drehpunkt eines Scharnier Montage. Er fungiert als primäres lasttragendes Element während der Rotationsbewegung. Da der Bolzen gleichzeitig eine Scherlast und Gleitverschleiß trägt, wirkt sich die Materialauswahl direkt auf die Lebensdauer, die Wartungskosten und die Zuverlässigkeit im Einsatz aus.
Passivierung
Die Passivierung ist eine chemische Behandlung per ASTM A967. Sie entfernt freies Eisen von der Bolzenoberfläche und erhöht die Dicke und Stabilität der schützenden Oxidschicht. Bei feuchten oder im Freien installierten Scharnieren ist die Passivierung eine der wirksamsten Methoden, um "versteckte Korrosion" im Inneren des Scharnierzylinders zu verringern.
Leistungsmatrix für Materialien
Die folgenden Daten vergleichen gängige Materialien, die in industriellen Drehgelenkanwendungen eingesetzt werden.
| Metrisch | Verzinkter Kohlenstoffstahl | 201 Rostfreier Stahl | 304 Edelstahl | Edelstahl 316 |
| Streckgrenze (MPa) | 250 – 350 | 290 – 310 | 205 – 215 | 205 – 210 |
| Relative Korrosionsbeständigkeit (typische industrielle Verwendung) | Gering (hohes Risiko von Rost) | Mäßig (kann bei feuchtem Gebrauch im Freien rosten) | Hoch (ausgezeichnet in den meisten industriellen Umgebungen) | Sehr hoch (am besten für Chlorid-/Küstenexposition) |
| ASTM-Norm | A36 | A666 | A276 / A479 | A276 |
| Relativer Kostenindex | 1.0 | 1.5 | 2.2 | 3.5 |
| Lebenszyklus (Zyklen) | <20,000 | 50,000 | >100,000 | >100,000 |
Präzisionsberechnungsmodell für Scharnierstifte

Formel für Scherspannung
Die Ingenieure müssen den Durchmesser des Bolzens anhand der maximalen Türlast überprüfen.
Formel: Tau = F / A
Wo:
- Tau = Scherspannung (MPa)
- F = Kraft, die auf den Stift wirkt (N)
- A = Querschnittsfläche des Stifts (mm^2)
Anmerkung: Da 1 N/mm^2 gleich 1 MPa ist, wird der berechnete Wert aus F (N) und A (mm^2) direkt in MPa umgerechnet.
Bearbeitetes Beispiel
Berechnen Sie die Scherspannung für eine 150 kg schwere Tür eines Industriegehäuses mit zwei Scharnieren. Der Stiftdurchmesser beträgt 10 mm.
- Berechnen Sie die Kraft (F) pro Stift: F = (150 kg * 9,81 m/s^2) / 2 = 735,75 N
- Berechnen Sie die Fläche (A): A = 3,14159 * (5 mm)^2 = 78,54 mm^2
- Berechnen Sie die Spannung (Tau): Tau = 735,75 / 78,54 = 9,37 MPa
Ergebnis: Der berechnete Wert von 9,37 MPa liegt deutlich unter dem Wert von 304 Streckgrenze (205 MPa). Diese Konstruktion bietet einen Sicherheitsfaktor von etwa 21.
Technische Erfahrungsberichte: Das Versagen der "versteckten Korrosion"
Szenario: Ein Hersteller verwendete 201 Edelstahlstifte für Schaltschränke im Freien in einer feuchten Region.
Beobachtung: Innerhalb von 14 Monaten waren die Scharniere festgefressen. Die Prüfung ergab eine "versteckte" Oxidation im Inneren der Scharniertrommel, wo Feuchtigkeit Mangansalze eingeschlossen hatte.
Lösung: Alle Einheiten wurden durch Bolzen aus Edelstahl 304 ersetzt, die mit einer Passivierung nach ASTM A967 mit Zitronensäure behandelt wurden. In den folgenden 36 Monaten gingen die Fressvorfälle auf Null zurück.
Vergleichende Analyse: Best Practice vs. Substandard
| Merkmal | Bewährte Praktiken der Industrie | Substandard-Praxis | Auswirkungen von Substandard |
| Toleranz Passung | H7/f7 Präzisionsschliff | Loses Spiel (>0,5mm) | Übermäßiger Türdurchhang und Vibration |
| Überprüfung der Materialien | EN 10204 3.1 Zertifikat | Keine Zertifizierung | Unvorhersehbare Korrosionsbeständigkeit |
| Oberfläche | Ra 0,8 - 1,6 μm | Grob gedreht (>3,2 μm) | Erhöhte Reibung und Verschleiß |
| Selbstbehalt beenden | Rundum-Nieten | Reibschluss | Stiftwanderung und Montagefehler |
Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse
| Fehlermodus | Mögliche Ursache | Auswirkungen auf das System | Strategie der Prävention |
| Galling | Mangelnde Schmierung + Hohe Belastung | Totale Scharnierbeschlagnahme | 304-Stifte mit PTFE-Buchsen verwenden |
| Lochfraß | Chlorid-Exposition | Stiftfraktur | Upgrade auf 316 oder häufige Reinigung |
| Arbeitsverhärtung | Übermäßige Kältebildung | Spannungsrisskorrosion | Richtiges Glühen nach ASTM A240 |
| Pin-Migration | Unzureichender Selbstbehalt | Lösen der Tür | Sicherungsringe oder Kopfbolzen verwenden |
Zuverlässigkeits- und Validierungsstandards

Die Scharnierstifte müssen den folgenden Prüfschritten unterzogen werden:
- Korrosionsbeständigkeit: Durchführen ASTM B117 neutrale Salzsprühnebeltests. 304 Stifte dürfen 168 Stunden lang keinen Rotrost aufweisen.
- Mechanische Integrität: Durchführung von Zyklustests gemäß ISO 19353. Die Stifte müssen ihre strukturelle Integrität über 100.000 Zyklen beibehalten.
- Chemische Reinheit: Überprüfen Sie den Chrom- und Nickelgehalt mittels PMI (Positive Material Identification), um die Einhaltung der AISI-Spezifikationen sicherzustellen.
Technische Illustrationen
Die folgenden technischen Illustrationen erklären anschaulich, wie die Last durch einen Scharnierstift übertragen wird und warum Korrosionsschutzmethoden wie die Passivierung die langfristige Zuverlässigkeit direkt verbessern. Diese Darstellungen werden häufig bei technischen Überprüfungen, Schulungen und Beschaffungsvalidierungen verwendet.
Diagramm der Querkraftverteilung
Ein Scherkraftverteilungsdiagramm hilft bei der Veranschaulichung, wie sich das Türgewicht und die Betriebskräfte in Scherbelastung auf den Scharnierstift umsetzen. Es hebt den primären Lastpfad durch die Scharnierblätter hervor und identifiziert die kritischen Scherebenen, in denen die Belastung am höchsten ist. Dieses Konzept unterstützt die richtige Auswahl des Stiftdurchmessers und verdeutlicht, warum Scherberechnungen (Tau = F/A) für eine sichere Konstruktion unerlässlich sind.

Passivierungsschicht Detail
Ein Diagramm der Passivierungsschicht veranschaulicht die ultradünne Chromoxidschicht (ca. 1-5 nm), die sich auf Edelstahl 304 bildet. Diese Passivschicht wirkt wie eine Barriere über dem Substrat, verlangsamt die Oxidation und verringert das Risiko einer "versteckten Korrosion" im Inneren des Scharnierzylinders. Sie ist besonders nützlich, um zu erklären, warum die Passivierung nach ASTM A967 die langfristige Leistung in feuchten, äußeren oder korrosiven Umgebungen verbessert.

Zusammenfassung der Schnellauswahl (empfohlen)
- Industrielle Standardverwendung in Innenräumen: Scharnierstifte aus Edelstahl 304 + Grundschmierung.
- Feuchte Schränke oder Schränke im Freien: Edelstahl 304 + Passivierung nach ASTM A967 + periodische Wartung.
- Küstennähe/Chloridbelastung: Upgrade auf Edelstahl 316 zur Verringerung des Lochfraßrisikos.
- Hochzyklische Anwendungen: 304 + enge Toleranzpassung + PTFE-Buchsen zur Verringerung von Verschleiß und Abrieb.
Checkliste für die Beschaffung (Checkliste)
- Überprüfen Sie die chemische Zusammensetzung von AISI 304 über EN 10204 3.1 MTC.
- Bestätigen Sie, dass die Toleranz des Stiftdurchmessers der ISO 286-2 entspricht (z. B. f7 oder g6).
- Sicherstellen, dass die Oberflächenrauheit (Ra) unter 1,6 μm dokumentiert wird.
- Stellen Sie sicher, dass der Stift nicht oder nur schwach magnetisch ist (geringer Ferritgehalt).
- Prüfen Sie die Passivierungsunterlagen nach ASTM A967.
- Prüfen Sie die Bolzenenden auf eine gleichmäßige Abschrägung (typisch 0,5 mm x 45°).
- Überprüfung von Salzsprühnebeltestberichten auf Einhaltung der 168 Stunden.
- Stellen Sie sicher, dass die Tragzahl die berechnete Spitzenschubspannung um den Faktor 5 übersteigt.
FAQ
F1: Können Stifte aus rostfreiem Stahl 304 in Salzwasserumgebungen verwendet werden?
A1: Nichtrostender Stahl 304 ist anfällig für Chlorid-Lochfraß. Für Meeres- oder Küstenumgebungen ist rostfreier Stahl 316 gemäß ASTM A276.
F2: Warum ist mein 304-Scharnierstift magnetisch?
A2: Durch Kaltverformung wird Austenit in Martensit umgewandelt, der magnetisch ist. Dies ist kein Hinweis auf einen Materialfehler, kann aber in extremen Fällen die Korrosionsbeständigkeit leicht verringern.
F3: Wie oft sollten die 304 Scharnierstifte geschmiert werden?
A3: In Standard-Industrieumgebungen sollte alle 12 Monate geschmiert werden. Bei Anwendungen mit hohen Zyklen (über 100 Zyklen pro Tag) ist ein 3-monatiges Wartungsintervall erforderlich.
F4: Reagiert rostfreier Stahl 304 mit Scharnierblättern aus Aluminium?
A4: Ja. Ein Kontakt mit ungleichen Metallen kann galvanische Korrosion verursachen. Verwenden Sie eine Isolierbuchse oder stellen Sie sicher, dass der Stift passiviert ist, um dieses Risiko zu verringern.
F5: Wie hoch ist die maximale Betriebstemperatur für einen 304-Stift?
A5: Nichtrostender Stahl 304 hat eine gute Oxidationsbeständigkeit bei hohen Temperaturen, aber die mechanische Festigkeit nimmt mit steigender Temperatur ab. In praktischen Scharnieranwendungen stellen die Schmierung und die umgebenden Komponenten in der Regel die eigentliche Betriebsgrenze dar, lange bevor das Material seine Hochtemperaturfähigkeit erreicht.
F6: Ist 304L besser als 304 für Scharnierstifte?
A6: 304L (niedriger Kohlenstoffgehalt) eignet sich besser für Bauteile, die stark geschweißt werden müssen. Für standardmäßig bearbeitete Bolzen bietet 304 eine etwas höhere Festigkeit und ist die häufigere Wahl.







