HTAN ist einer der führenden Hersteller von industriellen Scharnieren, Griffen und Verschlüssen in China.
Die Wahl zwischen einem Aufsatzgriff und einem versenkten Griff hängt von einer einzigen Frage ab: Darf der Griff aus der Türplatte herausragen, oder muss er bündig mit der Oberfläche abschließen? Ein Aufsatzgriff wird an der Vorderseite der Türplatte verschraubt und ragt nach außen. Ein versenkter Türgriff wird in eine Aussparung eingesetzt, sodass seine Grifffläche bündig mit der Paneeloberfläche oder darunter liegt. Beide Varianten ermöglichen das Öffnen der Tür – der Unterschied liegt darin, wie der Raum vor dem Paneel gestaltet wird und welche Installationskosten dafür anfallen.
In diesem Leitfaden werden Aufputz- und Einbau-Griffe für Geräteblenden hinsichtlich Überstand, Verhakungsrisiko, Ausschnittanforderungen, Abdichtung und Reinigung verglichen, damit Sie den Griffstil optimal auf die Blende und deren Umgebung abstimmen können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Wahl des Montageprofils, nicht auf den Griffmaterialien oder der Verriegelung – dies sind separate Entscheidungen.
Kurzantwort: Aufputz oder Unterputz?
| Falls das Gremium… | Die bessere Wahl | Warum |
|---|---|---|
| Befindet sich in einem Durchgang oder einem engen Gang, in dem Menschen dicht aneinander vorbeigehen | Versenkter Griff | Es gibt keine hervorstehenden Teile, an denen man hängenbleiben oder anstoßen könnte |
| Muss bündig sein, damit Gleitvorrichtungen oder gestapelte Einheiten eingesetzt werden können | Versenkter Griff | Der Griff liegt bündig mit der Oberfläche oder darunter |
| Erfordert die einfachste und kostengünstigste Installation | Aufputzgriff | Wird angeschraubt, kein großer Ausschnitt erforderlich |
| Hinter der Verkleidung ist kein Platz für eine Einbauwanne | Aufputzgriff | Es sind lediglich Schraubenlöcher erforderlich, keine Aussparung |
| Muss mit Handschuhen fest umgriffen werden oder bei schweren Türen | Aufputzgriff | Voller Griffabstand hinter der Stange |

Kurz gesagt: Versenkte Griffe sind die bessere Wahl, wenn der Überstand ein Problem darstellt, während aufgesetzte Griffe dort die Nase vorn haben, wo eine einfache Montage und der Freiraum für den Griff wichtiger sind. Meistens ist die Umgebung der Blende ausschlaggebend für die Entscheidung, noch bevor die Wahl des Griffs selbst eine Rolle spielt. Am schnellsten lässt sich die Entscheidung treffen, indem man beide Seiten der Blende prüft: Der Freiraum an der Vorderseite entscheidet darüber, ob ein hervorstehender Griff akzeptabel ist, und der Freiraum an der Rückseite entscheidet darüber, ob ein versenkter Griff Platz findet.
Was die einzelnen Befestigungsarten bedeuten
Ein Aufputzgriff wird an der Außenseite der Blende befestigt, in der Regel mit Schrauben oder Bolzen durch vorgebohrte Löcher. Der Griffkörper ragt aus der Oberfläche heraus und bietet so ausreichend Platz, damit Finger oder eine behandschuhte Hand ihn umfassen können. Da lediglich Schraubenlöcher benötigt werden, lässt er sich schnell montieren und problemlos an einer bestehenden Blende nachrüsten.
Ein versenkbarer Griff sitzt in einer Aussparung in der Blende, mit einer Wanne oder Schale, in die sich der Griff einklappen lässt. Bei Nichtgebrauch schließt der Griff bündig mit der Blendenoberfläche ab – oder liegt sogar darunter –, sodass nichts nach außen ragt. Dies erfordert eine größere, entsprechend geformte Öffnung in der Blende sowie Freiraum dahinter für die Einlassschale, was die Montage aufwändiger macht als das Bohren von Schraubenlöchern.
Die praktische Regel: Überprüfen Sie den Abstand nach vorne und nach hinten
Der schnellste Weg, sich zwischen den beiden Ausführungen zu entscheiden, besteht darin, den Freiraum auf beiden Seiten der Blende zu prüfen. Der vordere Freiraum entscheidet darüber, ob der Griff hervorstehen darf. Der hintere Freiraum entscheidet darüber, ob Platz für eine versenkte Blende vorhanden ist. Diese beiden Fragen klären die meisten Fälle, noch bevor Sie sich überhaupt ein Produkt ansehen.
Wenn Personen, Wagen, Werkzeuge oder gleitende Geräte dicht an der Frontplatte vorbeikommen, wird der hervorstehende Griff zum Problem, und ein versenkter Griff ist in der Regel sinnvoll. Ist der Innenraum der Frontplatte mit Bauteilen, Verkabelung, Isolierung überfüllt oder nur ein flacher Hohlraum vorhanden, passt die Einbauwanne möglicherweise nicht, und ein aufgesetzter Griff ist die sicherere Wahl. Wenn auf beiden Seiten wenig Platz ist, gibt der Freiraum auf der Rückseite meist den Ausschlag, denn ein Griff, der physisch nicht hinter die Blende passt, kommt um keinen Preis in Frage.
Diese Regel beugt den beiden häufigsten Fehlern vor: der Wahl eines aufgesetzten Griffs, der später in einem stark frequentierten Gang zum Stolperhaken wird, oder der Wahl eines versenkten Griffs, der von außen zwar elegant wirkt, aber mit den Bauteilen hinter der Blende kollidiert. Prüfen Sie zunächst beide Seiten, dann ergibt sich der Rest der Entscheidung von selbst.
Risiko von Vorsprüngen und Verhakungen
Der wichtigste Grund für die Wahl eines versenkten Griffs ist der Überstand. Ein aufgesetzter Griff, der aus der Blende herausragt, kann von Personen und Geräten, die in seiner Nähe vorbeikommen, angestoßen, eingeklemmt oder erfasst werden. In einem schmalen Durchgang, einem stark frequentierten Produktionsgang oder überall dort, wo Kleidung und Werkzeuge daran streifen, ist ein hervorstehender Griff ein echtes Ärgernis und stellt manchmal sogar ein Sicherheitsrisiko dar. Ein versenkter Griff beseitigt dieses Risiko vollständig, da es nichts gibt, woran man hängenbleiben könnte.
Die bündige Montage spielt auch dann eine Rolle, wenn Panels nebeneinander angeordnet sind oder Geräte in Racks eingeschoben werden. Wenn der Griff hervorsteht, bestimmt er den Abstand und kann verhindern, dass die Geräte dicht aneinander stehen. Ein versenkter Griff ermöglicht es, Schalttafeln bündig aneinander zu montieren oder an Hindernissen vorbeizuschieben, ohne dass der Griff im Weg ist. Bei rackmontierten, schubladenartigen oder dicht gepackten Geräten ist dies oft der entscheidende Faktor.
Installation, Ausschnitte und Kosten
Aufsatzgriffe punkten bei der Montage eindeutig. Da sie lediglich Schraubenlöcher benötigen, lassen sie sich schnell montieren, einfach nachrüsten und verzeihen kleine Ausrichtungsfehler. Es muss kein Ausschnitt zugeschnitten werden, und hinter der Blende ist kein Freiraum erforderlich. Bei bereits fertiggestellten Blenden oder wenn die Fertigung möglichst einfach gehalten werden soll, ist die Aufputzmontage die praktische Wahl.
Die Montage von versenkten Griffen ist kostspieliger. Die Blende benötigt einen auf die Größe der Einbauwanne zugeschnittenen Ausschnitt, was eine präzisere Fertigung erfordert, und hinter der Blende muss genügend Tiefe vorhanden sein, damit die Wanne einpassen kann, ohne an interne Komponenten zu stoßen. Bei einem dicht bestückten Gehäuse ist dieser Freiraum nicht immer vorhanden. Das bündige Profil des versenkten Griffs geht also mit einem aufwendigeren Ausschnitt und einem höheren Platzbedarf hinter der Blende einher. Die verschiedenen Befestigungsmethoden und ihre Befestigungselemente werden im Leitfaden zu Die Wahl der richtigen Montageart für den Griff.
Griff, Kraft und Bedienung
Aufgesetzte Türgriffe bieten in der Regel einen besseren Halt. Da die Griffleiste einen gewissen Abstand zur Türfläche hat, bleibt dahinter ausreichend Platz für die Finger oder eine behandschuhte Hand, und der Griff kann auf die Zugkraft ausgelegt werden, die eine schwere Tür erfordert. Bei großen, schweren oder mit Handschuhen zu öffnenden Türen ist dieser Freiraum beim Greifen ein wesentlicher Vorteil.
Bei versenkten Griffen wird ein Teil der Griffigkeit zugunsten des bündigen Profils geopfert. Die Hand muss in die Aussparung greifen, und der verfügbare Platz für die Finger wird durch die Tiefe der Griffmulde begrenzt. Bei leichten Türen und gelegentlicher Nutzung ist dies kein Problem, bei schweren oder häufig betätigten Türen kann es sich jedoch beengt anfühlen. Der Griffkomfort und die Kraft, die ein Griff übertragen kann, gehören zum selben Thema – der Leitfaden zu ergonomische Industriegriffe behandelt, wie sich die Griffgeometrie auf die Handhabung beider Varianten auswirkt.
Abdichtung und Reinigung
Die Abdichtung hat zwei Seiten. Bei einem aufgesetzten Griff werden lediglich Bolzenlöcher in die Blende gebohrt, die sich leicht mit Dichtungen oder abgedichteten Befestigungselementen abdichten lassen, sodass die Vorderseite der Blende ansonsten intakt bleibt. Bei einem versenkten Griff entsteht eine große, geformte Öffnung in der Blende, und diese Öffnung muss über ihren gesamten Umfang abgedichtet werden, wenn das Gehäuse vor Staub oder Wasser schützen soll. Ein gut konstruierter versenkter Griff verfügt hierfür über eine mit einer Dichtung versehene Wanne, doch der abzudichtende Bereich ist größer als bei einigen wenigen Schraubenlöchern.
Was die Reinigung angeht, birgt der versenkte Griff einen eigenen Kompromiss. Seine bündige Oberfläche lässt sich leicht abwischen, doch in der Vertiefung können sich Staub, Schmutz oder Flüssigkeiten ansammeln, die entfernt werden müssen. Ein aufgesetzter Griff hat zwar keine Vertiefung, in der sich Material ansammeln kann, doch der Spalt hinter der Stange muss dennoch abgewischt werden. In hygienischen Umgebungen oder Bereichen, in denen eine Nassreinigung erforderlich ist, sollten Sie die bündige Oberfläche gegen die Vertiefung abwägen, die sauber gehalten werden muss.
Wie man sich entscheidet
Die Entscheidung fällt in der Regel außerhalb des Gremiums, nicht innerhalb desselben. Schauen Sie sich an, was vor dem Gremium geschieht und was dahinter vor sich geht:
| Frage | Verweist auf… |
|---|---|
| Kommen Personen oder Geräte in unmittelbarer Nähe der Frontplatte vorbei? | Versenkt (kein hervorstehender Teil, an dem man hängenbleiben könnte) |
| Müssen die Paneele bündig anliegen, übereinander gestapelt oder ineinander geschoben werden? | Versenkt (bündiges Profil) |
| Ist die Tiefe hinter der Verkleidung begrenzt? | Oberflächenmontage (kein Freiraum zur Schale erforderlich) |
| Ist die Tür schwer oder muss man sie mit Handschuhen bedienen? | Aufbau-Montage (vollständiger Griffabstand) |
| Muss die Konstruktion einfach bleiben oder nachgerüstet werden? | Aufputzmontage (nur mit Befestigungslöchern) |
Bei vielen Modellen geht diese Wahl zudem mit einer Entscheidung bezüglich der Verriegelung einher – nämlich, ob der Griff nicht nur zum Öffnen der Tür, sondern auch zur Zugangskontrolle dienen soll. Das ist eine separate Frage, die im Vergleich von Verriegelbare Griffe im Vergleich zu Standard-Zuggriffen.
FAQ
Ein Aufputzgriff wird an der Vorderseite der Blende verschraubt und ragt nach außen, was einen uneingeschränkten Griffabstand und eine einfache Montage ermöglicht. Ein versenkter Griff wird in eine Aussparung eingesetzt, sodass die Grifffläche bündig mit der Blendenoberfläche oder darunter liegt und kein Überstand entsteht. Der zentrale Kompromiss besteht zwischen Griffabstand und einfacher Montage einerseits und einem bündigen, hindernisfreien Profil andererseits.
Verwenden Sie einen versenkten Griff, wenn der Überstand ein Problem darstellt: in engen Durchgängen oder Gängen, in denen Personen und Geräte dicht aneinander vorbeikommen, oder dort, wo Paneele bündig anliegen, gestapelt oder zusammengeschoben werden müssen. Das bündige Profil verhindert, dass man an einem Griff anstößt oder hängenbleibt, und ermöglicht eine dichte Montage der Einheiten, ohne dass der Griff den Abstand vorgibt. Es erfordert jedoch einen entsprechend geformten Ausschnitt und Freiraum hinter der Platte.
Ja. Für einen versenkten Griff ist eine Aussparung erforderlich, deren Form auf die Griffwanne abgestimmt ist; dies erfordert eine präzisere Fertigung als die Befestigungslöcher eines aufgesetzten Griffs, und hinter der Blende muss genügend Tiefe vorhanden sein, damit die Griffwanne nicht mit den internen Komponenten in Berührung kommt. Ein Aufsatzgriff hingegen benötigt lediglich Befestigungslöcher und lässt sich problemlos an einer bestehenden Blende nachrüsten.
Ein aufgesetzter Türgriff eignet sich in der Regel besser für schwere Türen. Da der Griff vom Türblatt absteht, bietet er ausreichend Platz für einen festen Griff – auch mit Handschuhen – und kann für eine höhere Zugkraft ausgelegt werden. Bei einem versenkten Türgriff ist der Platz für die Finger auf die Tiefe der Griffmulde beschränkt, was bei schweren oder häufig betätigten Türen als beengend empfunden werden kann.
Das ist möglich, da bei einem versenkten Griff eine große, geformte Öffnung in die Verkleidung eingebracht wird, die rundum abgedichtet werden muss, wenn das Gehäuse staub- oder wasserdicht sein soll. Ein gut konstruierter versenkter Griff verfügt hierfür über eine mit einer Dichtung versehene Aufnahme. Bei einem aufgesetzten Griff werden lediglich Schraubenlöcher in die Verkleidung gebohrt, was eine kleinere und einfachere Dichtungsfläche darstellt.
Unterm Strich
Die Entscheidung zwischen Aufputz- und Unterputzmontage hängt von der Umgebung der Schalttafel ab. Entscheiden Sie sich für die Unterputzmontage, wenn nichts hervorstehen darf – enge Durchgänge, bündig montierte oder verschiebbare Einheiten, dicht gepackte Gestelle – und nehmen Sie dabei den aufwendigeren Ausschnitt und den damit verbundenen Freiraum hinter der Schalttafel in Kauf. Entscheiden Sie sich für die Aufputzmontage, wenn einfache Installation, Nachrüstung, Freiraum für den Griff oder die Bedienung schwerer Türen wichtiger sind als eine bündige Oberfläche. Schauen Sie sich an, was vor der Schalttafel vorbeikommt und was sich dahinter befindet – dann ist die richtige Griffausführung meist schon klar, bevor Sie sich überhaupt für ein Modell entscheiden.
Wenn Sie die Blende, ihre Umgebung und den hinter ihr verfügbaren Einbautiefraum beschreiben können, kann HTAN Ihnen einen passenden Aufputz- oder Einbau-Griff empfehlen. Stöbern Sie in der Griffsortiment aus Edelstahl oder senden Sie uns die Angaben zu Ihrem Gremium, damit wir Ihnen eine Empfehlung aussprechen können.







